Hundesport...und mehr
Jerry

Jerry auf dem Campingplatz

Im Sommer 1991 machten wir mit einem Wohnmobil eine Rundtour durch Frankreich. Ute’s Tante Gesine, Onkel Peter und natürlich unser Golden Retriever “Jerry” waren mit von der Partie.

Auf einem sehr schönen Campingplatz in Südfrankreich, mit großen Stellplätzen, die von hohen Bäumen ungeben waren, fanden wir unser neues Quartier für zwei bis drei Tage.

Wir hatten schon auf einigen Campingplätzen Rast gemacht und hatten bereits Übung darin unser Domizil mit allem was dazu gehörte aufzustellen. Fahrzeug in die Waage stellen (man schläft dann besser) - Sonnensegel einziehen - Strom anschließen - Campingstühle, Tisch und natürlich den Grill aufstellen.

Ein ganz wichtiger Punkt war immer ein schattiges Plätzchen für Jerry zu finden!

Hier drehten wir einen Erdhaken in den Boden um die Leine zu befestigen, denn sonst wäre Jerry sicherlich gerne auf dem gesamten Campingplatz mal ein bischen Stöbern gegangen.

Da der Boden in diesem Sommer, durch die Sonne und Trockenheit, sehr hart war holte Peter erst einmal Wasser, tränkte damit immer wieder den Boden, so daß er so weich wurde, daß wir den Befestigungshaken wie einen Korkenzieher hinein drehen konnten.

Wir ließen die Stelle wieder ordentlich trocknen. Um sicher zu gehen, daß der Haken wirklich hielt, rüttelte jeder von uns mal daran und stellte dann fest, daß Jerry den nicht heraus ziehen konnte.

Abends saßen wir gemütlich in der mittlerweile angenehm warmen Luft Südfrankreichs neben dem Wohnmobil und ließen es uns bei einem Gläschen Rotwein richtig gut gehen.

Auch Jerry lag zufrieden in unserer Runde.

Plötzlich lief am Eingang unseres Stellplatz ein nicht angeleinter Hund vorbei.

Jerry sprang auf und hechtete los. Wir vier blieben in diesem Moment ganz locker, wohl wissend, daß wir ihn ja ordentlich befestigt hatten.

Mit einem lauten “Ratsch”  riß die Lederleine und Jerry jagte den vermeintlichen Eindringling.

Wir sprangen alle erschreckt auf und liefen hinter Jerry her, auf unser Rufen reagierte er nicht, er hatte seine Ohren wohl auf “Durchzug” gestellt. So liefen wir alle über den Nachbarplatz in dem ein junges Paar in ihrem Zelt schlief.

Als wir Jerry eingefangen hatten, wieder zusammen saßen und uns langsam wieder beruhigt hatten, lachten wir dann doch, als wir uns überlegten, was wohl gewesen wäre, wenn erst der fremde Hund, dann Jerry und anschließend wir vier durch das Nachbarzelt gelaufen wären!

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