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Eldo

Eldo in Panik

An einem Samstag holten wir „Eldo“ vom Züchter ab und brachten ihn zu uns nach Hause. Er war in der ersten Zeit äußerst unsicher und zusätzlich gab „Darka“ ihm eindringlich zu verstehen, dass sie ihm gegenüber die Ranghöhere ist und das auch zu bleiben gedenkt.

Als ich mit „Eldo“ am darauffolgenden Dienstag, also erst 3 Tage nachdem er in unser kleines Rudel aufgenommen wurde, abends, es war bereits Dunkel, noch mal eine Runde durch unsere Dorfstraßen ging, kam aus einer Seitenstraße ein Passant mit einem Hovawart, der sehr bellte. „Eldo“ erschreckte sich so sehr, dass er den Kopf, in Panik, rückwärts aus dem Halsband zog und fortlief.

Eine kurze Zeit lang konnte ich ihn noch sehen und rief ein paar jungen Leuten, die in einer Gruppe zusammenstanden, zu, sie sollten ihn doch bitte festhalten, aber „Eldo’s“ Panik wurde dadurch, dass nun Jeder versuchte ihn einzufangen, nur noch größer.

Durch die lauten Rufe und Geräusche auf der Straße wurde Dieter hierauf aufmerksam und kam aus dem Haus um zu helfen. Alle Versuche „Eldo“ einzufangen schlugen fehl und so verschwand er irgendwann in der Nacht.

Die Jugendlichen und natürlich auch wir selbst fuhren noch einige Zeit mit den Autos durch unser Dorf, aber ohne Ergebnis, „Eldo“ wurde nicht mehr gesehen.

Am nächsten Tag war dies Ereignis im Dorf schon verbreitet. Viele Nachbarn und Kunden suchten nach Eldo, fragten teilweise telefonisch bei uns nach, ob wir ihn schon wieder zu Hause hätten.

Am Donnerstagmorgen ging ich schon sehr früh los und machte mich wieder mal auf die Suche. An einem abgezäunten Grundstück blieb ich im Stacheldraht hängen und riß mir den Finger so auf, dass ich unseren Arzt aus dem Bett klingeln mußte, damit er die Wunde nähen konnte.

Freitag, drei Nächte war „Eldo“ nun verschwunden, Niemand hatte ihn gesehen, wir hatten auch schon die Züchter benachrichtigt, falls er zu seinem alten Zuhause laufen würde, klingelte in unserem Geschäft das Telefon.

Da ich gerade mit dem Fahrrad unterwegs war nahm Dieter das Gespräch entgegen. Eine Nachbarin rief an und meinte, sie hätte einen Hund in ihrer Straße gesehen,  das müßte unserer sein. Als Dieter das Geschäft abgeschlossen hatte um dorthin zu laufen kam ich ihm mit dem Fahrrad entgegen. Er informierte mich kurz und ich bin sofort in die Straße gefahren, wo „Eldo“ gesehen worden war.

Ein Junge aus der Nachbarschaft folgte mit seinem Fahrrad und blieb die ganze Zeit dicht hinter „Eldo“, erreichte ihn aber nicht.

Die Nachbarin, die uns informiert hatte, fuhr mit ihrem Auto hinterher. So trieben wir „Eldo“ noch 1 ½ Stunden durch’s Dorf. Er lief auf einen Bauernhof, und als er versuchte in einen offenstehenden Schweinestall zu flüchten, warf sich unsere Nachbarin auf ihn, denn er hatte ja kein Halsband mehr und war anders nicht aufzuhalten.

Sie brachte ihn in ihr Auto und fuhr vor unser Haus.

Endlich, wir hatten ihn wieder.

Er war ganz verschmutzt und voller Zecken, hatte sich anscheinend irgendwo vergraben um sich zu verstecken.

Mittlerweile hat er sich sehr gut bei uns eingelebt und wir können über seinen „Ausflug“ schmunzeln.

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