Hundesport...und mehr
Anouschka

Anouschka, die Beifahrerin

´Auto fahren, das macht Spaß´ , und Anouschka liebte es sich dabei aufzuregen. Nur auf der Autobahn, bei gleichbleibender Geschwindigkeit, legte sie sich auf der Ladefläche unseres Kombis hin.

Wenn wir aber vom Highway abfuhren hatte sie hierfür keine Ruhe mehr. Es könnte ja etwas Interessantes zu sehen sein, worüber sie sich aufregen konnte. Das war z.B. eine Person, die mit einem Hund am Wegrand lief. Schon sprang Anouschka hin und her und laut bellend gab sie zu Verstehen, was sie davon hielt.

So konnte es auch schon mal passieren, dass sie von der Autobahnabfahrt bis nach Hause in einer Tour bellte, ja, ja, manchmal konnte sie uns auf die Nerven gehen, aber was verzeiht man seinem Hund nicht alles.

Wenn mal wieder ein anderer Verkehrsteilnehmer allzu langsam vor uns her fuhr, oder die Vorfahrt nahm, also irgend etwas tat, was den Fahrer ihres Autos schimpfen ließ, dann war sie voller Sympathie mit ihm, und unterstützte seine Meinung bellfreudig.

Parkte der Wagen am Straßenrand und ein Fremder ging nah am Fahrzeug entlang fletschte sie ihre Zähne, so dass es sicherlich ungesund für den Passanten gewesen wäre, wenn er versucht hätte ins offene Fenster zu greifen.

So war jede Autofahrt ein Erlebnis für Anouschka, denn es gab immer wieder Etwas, worüber sie sich aufregen konnte.

Anouschka und die Polizeikontrolle

Während der Fahrt hatte ich unsere Hunde, Anouschka und Darka, wie immer auf der Ladefläche im Heck unseres Kombis untergebracht. Auf dem Weg von Beverstedt nach Hambergen sah ich hinter einer Kurve einen Streifenwagen stehen und schon hielt ein Polizeibeamter eine Kelle in der Hand, die mich aufforderte mein Auto anzuhalten.

Als der Wagen zum Stillstand gekommen war kam der Beamte auf die Fahrertüre zu und sagte irgendwas von `allgemeiner Verkehrskontrolle`, was aber ein bischen unterging, weil dies Anouschka sofort zum stetig wechselnden Bellen und Knurren im Zusammenhang mit „Zähne fletschen“ animierte. Darka bellte natürlich mit, obwohl sie eigentlich nicht so recht wußte warum, aber wenn die Mutter so eindringlich knurrte mußte es ja einen Grund geben.

Ich stieg aus und zeigte dem Freund und Helfer die Fahrzeugpapiere und den Führerschein. Der Kollege des Polizeibeamten interessierte sich allerdings für unsere Hunde und fragte, was das denn für eine Rasse sei. Nachdem ich ihn darüber aufklärte, dass die beiden Mischlinge sind, fügte ich hinzu: „Die zwei bellen auch nur so wenn die Heckklappe des Kombis geschlossen ist, sind aber sofort ruhig, wenn ich die Türe öffne!“

Das nun wiederum, so bestätigten die beiden Polizisten schnell, glaubten sie auch ohne das ich dies vorführen würde. Sie wandten sich ab mit den Worten: „Der Wagen ist ja vom Brillenmacher (wir hatten Werbung für unser Geschäft auf den Türen des Autos) und außerdem ist er neu, da wird schon Alles in Ordnung sein!“ und gaben das Zeichen zur Weiterfahrt.

Ich bin sicher, dass die beiden Beamten froh waren, dass die Türen des Fahrzeugs geschlossen blieben.

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